Mama, die anderen mögen mich nicht!


Außenseiter ?!

 

Mama, die haben mich ausgelacht – die lästern über mich, keiner mag mich.

Sprüche, die ich damals zu hören bekam, wenn ich todtraurig auf dem Außenseiter Boden lag:

„Ach was, dass bildest du dir bestimmt nur ein“

oder ein

„Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus, stell dich nicht so an“.

Manchmal auch ein

„Selbst schuld!“.

 

Gewünscht hätte ich mir Trost, dass man mich wahr und ernst nimmt. Eine Umarmung, Zuspruch.

Nicht mal unbedingt eine Erklärung, sondern einfach nur ein

„Wir schaffen das, ich liebe Dich so wie du bist“.

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Misstrauen

Mein Misstrauen gegenüber Menschen zog sich, als hochsensible, von klein auf hin bis ins Erwachsenen Alter. Yeah.

 

Ich fand ab einem bestimmt Zeitpunkt eh alle kacke (davon mal ab), weil, die mich ja sowieso auch kacke fanden (sorry, an die, die es jetzt lesen).

Ich unterstellte Leuten schon indirekt, dass sie mich gar nicht leiden könnten – weil: konnte ja noch nie einer.

Und mein trotziges ich meinte dann: „Ich?! Ich bin nicht schuld, die sind halt alle doof“.

Selbstschutz oder so, nehm ich mal an.

 

Noch heute muss ich an mir arbeiten damit ich vertrauen kann.

Nicht leicht.

Schon gar nicht spaßig.

Aber ein Teil von mir.

Mein verletztes inneres Kind eben.

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Was ich jetzt weiter gebe

Kommt nun also eines meiner Kinder mit solch einem Spruch, wäre noch bis vor nicht allzu langer Zeit meine anerlernte Reaktion gewesen: „Ach Quatsch!“ oder ein barmherziges „Wehr dich, wenn du geärgert wirst“ oder auch ein ganz schlaumeierisches „Ignorier es doch einfach“.

Als ob das jemals funktioniert hätte.

 

Lange Zeit habe ich keine andere Lösungen, als die offensichtlichen & dämlichen, gesehen.

Einsehen

Aber was hab ich jetzt genau eingesehen?

Das Außenseiter die eigentlich wirklich coolen sind?

Haha, wenn es doch so einfach wäre. Nobody is cool.

Oder perfekt.

„Man“ machst nur jemanden dazu.

 

Ich

habe

jemanden

dazu

gemacht.

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Genauso, wie jemand dich macht. Oder du dich machst.

Jaaaaaaaaaa… im ersten Moment nicht ganz so einfach zu verstehen, aber dafür haben wir hier im Beitrag ja noch genug Platz.

 

Unsere Gedanken, sind die wahren Übeltäter.

 

Wir haben in 99% der Fälle nicht mal einen Beweis, keinen mini Sprachfetzen der angeblichen Läster Attacke.

Nur ein Gefühl und unsere Gedanken.

 

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort funktioniert scheinbar auch andersrum.

Aha!

Also:

Wenn meine damaligen besten Freundinnen gerade über einen Fritzchen Witz gelacht haben und dann auch noch in die Richtung sahen, aus der ich plötzlich und völlig unerwartet um die Ecke kam und sie dann (!) vor Lachen praktisch auf dem Boden lagen – ja dann (!) sah es für mich tatsächlich so aus, als würden sie über meine neue rote hässliche Hose lachen (die ich kaufen musste), oder über meinen Vokuhila, den meine Mutter mir auch noch mit 12 aufgezwungen hat.

Warum? Weil ich das selber scheiße fand.

Ich sah ja auch wirklich beknackt aus.

(kurze lachpause ist genehmigt)

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Fakt is nun aber, dass nicht alles so scheint, wie es aussieht.

Und in unserer Gesellschaft, wo man oft nur noch nach dem Leitbild „höher, schneller, weiter“ und „haste was, biste was“ lebt – da ist das mit dem Selbstbewusstsein so ne Sache.

Umdenken

Das Umdenken dann als Erwachsener, ist wirklich scheiße schwer, glaub mir.

Umso wichtiger ist es mir meinen Kindern beizubringen, dass, selbst wenn sie mal die einmalige Opferrolle übernehmen (und ich meine kein Mobbing, sondern wirklich mal nur das „normale ärgern unter Kindern“), dass sie dann wissen, dass niemand sie so kennt, wie sie wirklich sind.

 

Denn nur sie selber können sich richtig kennen.

Denn nur sie selber, wissen was sie denken.

Denn nur sie selber sind mit sich 24 Std., jeden Tag zusammen.

Keiner weiß, wie sie etwas meinen (außer sie erklären es in jedem Detail. Das als Kind zu schaffen ist wahrscheinlich unmöglich, denn selbst als Erwachsener hat man da ja so seine Problemchen.)

 

Klar, es gibt mal ab und an das Glück eines Seelenverwandten, aber dieses Glück ist selten.

 

Rückblickend hab ich viele Bekannte wieder gehen lassen, weil ich dachte.

Meine Gedanken waren schuld daran.

Rückblickend… habe ich ganz selten einen Beweis für meine vorwurfsvollen Hirngespinster gehabt.

 

Auf mein Gefühl konnte ich mich jahrelang nicht verlassen, … das war wegerzogen.

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Erst jetzt habe ich eingesehen, dass selbst, wenn jemand schlecht über mich redet, dann ist das seine Sache.

Denn er (das 1 %) kennt mich nicht. Er hat sich ein Bild von mir gemacht und findet das kacke.

Ja, ok. Kann ich ja nichts dafür, wenn er mich nur mit schlechter Laune getroffen hat.

Dann sollte es wohl so sein.

 

Für alle anderen 99% der Bekannten und Freunde arbeite ich an meinen Gedanken.

Denn die Leute haben keine Schuld daran, dass mein inneres Kind so verletzt wurde und keiner für mich da war, der mich aufgefangen hat.

 

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